Signage System

Mercator OneDuisburg, D

Bei diesem Büro-Neubau verzichteten Hadi Teherani Architects fast komplett auf Kunststoffe und Verbundkomponenten und setzten stattdessen auf wenige nachhaltige Materialien. Mit seiner klar gegliederten Fassade aus gleichförmigen raumhohen Fenstern und einem streng rechteckigen Raster aus anthrazitfarbenen Aluminiumpaneelen vermittelt der Neubau unaufgeregte Präsenz. Damit harmoniert Mercator One wunderbar mit dem Anfang der 1930er-Jahre im Stil der Neuen Sachlichkeit errichteten und in Sichtweite befindlichen Bahnhofsgebäudes. Dank der geschossweise in gleichmäßigen Schritten verdrehten Etagen wirkt das 100 m lange, 17 m breite und 26 m hohe Gebäude zugleich aber auch ausgeprägt dynamisch. Beträgt diese Drehung an den Längsseiten auf ganzer Länge kaum spürbare 30 cm, kragt das 5. Obergeschoss an beiden Stirnseiten stattliche 14 m über das Erdgeschoss aus. „Diese Bewegtheit lässt den Baukörper aus jeder Perspektive ein wenig anders erscheinen. Darüber hinaus lenkt sie die Blicke und Bewegungsflüsse der Passanten auf dem Weg vom Bahnhof zur Innenstadt“, erläutert der projektverantwortliche Architekt Bernd Muley.

„Gemäß unserem Anliegen, nur reine, ehrliche Materialien zu verwenden verfügt das Gebäudeinnere über die gleiche puristisch-elegante Anmutung wie die Fassade“, sagt Muley. „Die öffentlichen Bereiche wie z. B. das Foyer und die Aufzugsflure folgen dabei dem zum Ruhrgebiet passenden Credo ‚rough and tough‘.“ Nach Passieren der Foyerverglasung, die als Reminiszenz an den Kartografen Gerhard Mercator mit einer pixeligen Weltkarte bedruckt ist, steht man daher in einem gestalterisch reduzierten Foyer mit authentisch-rohen Materialien. „Das Thema Rough and tough fließt ebenso in das Erscheinungsbild vom Signage Concept ein wie die puristisch-elegant anmutende Formsprache des Gebäudes“, so Farbdesignerin und Art Directorin Anja Sorger

Project Factsheet

LocationDuisburg, D
Planning2020 - 2020
Image CopyrightJörg Hempel, Aachen