Das Volksbank-Areal: identitätsstiftende Architektur für Freiburg

13-10-2021

Hadi Teherani Architects hat mit dem Volksbank-Areal einen neuen stadtbildprägenden Gebäudekomplex für Freiburg im Breisgau fertiggestellt. In zentraler Lage direkt gegenüber des Freiburger Hauptbahnhofs ist das am 29. September offiziell eröffnete Areal Eingangstor und Visitenkarte der Stadt. Das Team rund um Hadi Teherani entwickelte alle gestalterischen Aspekte von der Architektur über die Interior-Planung bis zum Produktdesign aus einer Hand.

 

Entscheidend in der Gestaltungsarbeit von Hadi Teherani ist der Genius Loci. So wurden die spezifischen Charakteristika des Breisgaus zum Leitmotiv der gesamten Architektur, die lokale Referenzen aufnimmt und diese in eine zeitgenössisch-elegante Formensprache übersetzt. Eine sensible Interpretation der traditionsreichen Identität der Stadt und des weltberühmten Schwarzwaldes markierten den Ausgangspunkt des Entwurfsprozesses. Die vertikale Lamellenstruktur der Fassaden nimmt die Idee von Bäumen im Wald auf abstrakte Weise auf. Diese Idee findet konsequent auch in der Innenarchitektur Anwendung. Hiernach nahm das Interior Design Department von Hadi Teherani Bezug auf die lokale Bautradition bei der Einrichtung der Innenräume der Volksbank-Filiale. Dunkle, anthrazitfarbene Flächen und Edelstahl stehen für zeitlosen Stil. Weiße Wände und warme Akzente wie Holzlamellen aus Natureiche erzeugen die richtige „Temperatur“ in einem spannungsvollen Spiel der Gegensätze. Auch im Hotel Courtyard by Marriott kommt das Element „Holz“ verstärkt zum Einsatz und schafft eine wohnliche Atmosphäre in allen Räumlichkeiten. Hier erinnert der charakteristische blaue Glasmosaikstreifen im Boden an die legendenbehafteten Freiburger Bächle und dient zugleich der Orientierung.

 

Im gesamten Gebäudekomplex gruppieren sich mehrere Baukörper um einen begrünten Innenhof mit zwei separat zugänglichen Außenterrassen, die ruhige Oasen inmitten der Stadt schaffen. Weithin sichtbar ist der zwölfstöckige Turm des Volksbank-Areals. Auch er setzt sich aus mehreren zwei- bis dreigeschossigen Blöcken zusammen, welche durch Vor- und Rücksprünge leicht verschoben sind.

 

Besonders der Aspekt der Nachhaltigkeit spielte eine fundamentale Rolle im Entwurfsprozess: Das Volksbank-Areal wurde von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) mit dem Vorzertifikat in Gold ausgezeichnet. Die Materialien der vorherigen Volksbank-Filiale wurden zu 90 Prozent recycelt und zum Teil für die Bauarbeiten des neuen Gebäudekomplexes wiederverwendet.

 

Das multifunktionale 43.000 Quadratmeter große Areal vereinigt ein diverses Stadtquartier mit vielfältigen Nutzungen aus den Bereichen Bildung, Soziales, Wirtschaft, Hotellerie und Gastronomie. Es beherbergt unter anderem die neue Zentrale der Volksbank Freiburg, Stiftungen der Erzdiözese Freiburg, Räume des St. Ursula Gymnasiums, ein Hotel, Büros sowie Ladenflächen.

 

Fotograf: Jochen Stüber

Auszeichnung für Mercator One – BDA Preis Rechter Niederrhein

29-09-2021

Das Bürogebäude am Duisburger Hauptbahnhof, vom Eigentümer als „Mercator One“ vermarktet, verändert diesen für Duisburg eminent wichtigen Stadtraum. Das Bahnhofsgebäude mit seiner eleganten Backsteinmoderne, bis heute nicht von der früheren Lieblosigkeit der Bauabteilung der Deutschen Bundesbahn befreit, die stolze Handelskammer aus besseren Zeiten, das Hochhaus mit seiner banalen Fassadensanierung und ein belangloser Hotelneubau, dazu eine Autobahnüberdeckelung, die man nun „Platz“ nennt, als ob es sich hier um einen urbanen Raum handelte. Das war der Duisburger Stadteingang. Und nun kommt dieser Neubau, der es schafft, hier einen städtebaulich deutlich wirksamen neuen Akzent zu setzen und den Bahnhofsvorplatz insgesamt aufzuwerten. Die Setzung als langgestreckter Riegel, der auf der einen Seite einen großstädtischen Straßenraum entstehen lässt, auf der anderen dem Autobahndeckel zumindest die Hoffnung auf eine Platzwirkung verleiht (hier warten wir noch auf den Abbau des Bauzauns und den nächsten Sommer), war durch den Masterplan bereits vorgegeben. So war hier ein Gebäude zu entwickeln, dass zugleich Solitär und raumbildender Blockrand sein musste. Das Ergebnis überzeugt. Es gelingt der fein detaillierten und gut proportionierten Fassade, die erhebliche Länge des Gebäudes zu einer Qualität und nicht zu langweilender Monotonie werden zu lassen. Die Drehung der Giebelseiten wandert auf dem Grad zwischen Zirkus und gekonnter Geste. Die reale Wahrnehmung im Stadtraum überzeugt jedoch, es entstehen Dialoge mit den auf beiden Giebelseiten sehr verschiedenen Stadträumen, die in beiden Fällen überzeugen. Die Innenräume zeigen eine feine Ausbauqualität, bodentiefe Verglasungen zeugen von einem selbstbewussten Dialog mit dem städtischen Umfeld und erzeugen große räumliche Qualität. Ein architektonisch und städtebaulich überzeugender Beitrag zu Duisburgs Stadteingang.

Fotograf: Olaf Rohl


 

„FiftyNine“ Wohnturm feiert Richtfest in der HafenCity

17-09-2021

Zwischen Baulärm und Möwengeschrei wurde am 13.09. das Richtfest vom BE STRANDKAI Quartier in der Hamburger HafenCity gefeiert. In seinen zwei 60 Meter hohen Wohntürmen „FiftyNine“ und „The Crown“ werden insgesamt 480 Wohnungen entstehen. Zudem wird der BE STRANDKAI Einzelhandel und Gastronomie Raum bieten sowie einem Boulevard rundherum. In direkter Nachbarschaft zur Elbphilharmonie steht nun der fertige Rohbau des Quartiers, dessen Bau 2019 begann. Das Quartier umfasst neben den 60 Meter hohen architektonischen Aushängeschildern zwei weiter Gebäude. Die Fertigstellung ist für Mitte 2023 geplant.

Fotos: DC Developments

Urban Evolution im HAFENPARK QUARTIER in Frankfurt-Ostend feiert Richtfest

15-09-2021

Eines der aktuell größten Projektentwicklungen Frankfurts, das HAFENPARK QUARTIER, startet mit dem Richtfest des Premium-Wohnprojekts HPQ LIVING am 15.09.2021 in die nächste Bauphase. Das vom Hamburger Projektentwickler B&L Gruppe verantwortete Mixed-Use-Quartier entsteht in Frankfurt-Ostend in direkter Nähe zur EZB und zum Mainufer. Das Gesamtvolumen für das HAFENPARK QUARTIER beträgt rund 1,5 Mrd. Euro. Bis 2025 entsteht hier ein Bürokomplex, zwei Hotels, die 2023 und 2026 fertiggestellt werden, sowie verschiedene Handelsflächen und soziale Einrichtungen. Mietwohnungen wurden bereits im Mai 2020 fertiggestellt. Insgesamt verfügt das HAFENPARK QUARTIER über eine Bruttogrundfläche von 180.000 m2. Mit dem vierteiligen Premium-Wohnobjekt HPQ LIVING entsteht mit den beiden 60 Meter hohen Wohntürmen ein Gebäudeensemble, das die Frankfurter Skyline neu prägen wird. Insgesamt werden im HPQ LIVING 288 moderne Eigentumswohnungen und großzügige Townhouses realisiert. Eine Besonderheit bildet ein rund 5.000 m2 großer, parkähnlicher Innenhof mit 100 Bäumen und eine 250 m2 große begrünte Dachterrasse. Die Fertigstellung ist für 2023 geplant.

Foto: Bernhard Visker, Hadi Teherani, Thorsten Testorp, Martin Teige

Fotograf: Martin Leissl

AUSGEZEICHNET! 25 Jahre BDA Hamburg Architektur Preis 1996 - 2021

13-09-2021

Open-Air Ausstellung am Überseeboulevard in der HafenCity Hamburg
Laufzeit: 14. September 2021 – 4. April 2022

Auf der Suche nach Hamburgs besten Bauten! Der BDA Hamburg Architektur Preis wurde 1996 zum ersten Mal ausgelobt und verfolgt das Ziel, Aufmerksamkeit auf vorbildliche Bauwerke aus dem Großraum Hamburg zu richten. Für ihre Leistung werden dabei sowohl Architekt*innen als auch Bauherr*innen gewürdigt. Die Schau zeigt erstmalig in dieser Zusammenstellung 43 herausragende Bauwerke aller Größenordnungen für einen souveränen Umgang mit dem Bestand, für gutes Wohnen, zukunftsfähige Bildungslandschaften sowie anspruchsvolle Lösungen von Alltagsarchitekturen und hervorragende Beispiele weiterer Bauaufgaben – ausgewählt von Fachjurys mit namhaften Architekt*innen sowie von der Hamburger Leserschaft der Medienpartner*innen des Publikums Architektur Preises. Die Ausstellung bietet einen einzigartigen Querschnitt der hervorragenden Hamburger Bautätigkeit der letzten zweieinhalb Jahrzehnte. Die 43 ausgezeichneten Bauwerke werden zudem im Katalog des BDA Hamburg Architektur Preis 2020 dokumentiert, der im September im Dölling & Galitz Verlag erscheint.

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