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Deichtorcenter
Bürogebäude
Hamburg, D
2000 – 2002
ArchitectureInterior

Urbanität der Durchdringung

Am Hamburger Deichtor, direkt am südlichen Eingang zum Zentrum, ist ein neues Wahrzeichen der Stadt entstanden. Das zehngeschossige Bürohaus Deichtor wirkt hier als Mittler zwischen Kontorhausviertel, Speicherstadt und künftiger Hafencity, als Scharnier zwischen der Dynamik der Straßen, der Bahn und der Ruhe des Wassers und der Weite. Kernstück des Gebäudes sind Z-förmige, gegeneinander gespiegelte Büroriegel, in deren Zwischenräumen sich drei- bis viergeschossige Lufträume entstehen. Vier Wintergärten und zwei viergeschossige Eingangshallen bilden belebte und begrünte „Schaufenster“, die nicht nur tags und nachts als attraktive Blickfänge wahrgenommen werden, sondern auch eine angenehme Atmosphäre für die Mitarbeiter im Haus schaffen. Umschlossen wird der Komplex aus klimatischen und schallschutztechnischen Gründen mit einer Glashülle. Die Büroräume liegen entweder an einem der Wintergärten oder an der äußeren Doppelfassade. Diese ermöglicht eine weitgehend natürliche Belüftung der Zimmer - deshalb liegen die Kosten für Heizung und Kühlung im Bürohaus Deichtor unter denen konventioneller Gebäude.

Innerhalb der dreieckigen Kontur des Hauses wird die Struktur in jedem 4. Geschoss gespiegelt. Das schafft großartige Innenräume, belichtet die Tiefen des Gebäudes und eröffnet an jeder Seite Fenster zur Stadt.

Hightech birgt die Gefahr, simple physikalische Vorgänge durch komplexe Technologie ersetzen zu wollen. Nur um einer Ästhetik willen.

Hadi Teherani
© Roger Mandt, Berlin
© Roger Mandt, Berlin